Zum Inhalt springen

Doggenforen & Doggenfreunde

Unterwegs in der Doggenszene

Doggenmenschen sind speziell – im besten und manchmal auch im etwas… komplizierteren Sinne. Wer einmal mit einer Deutschen Dogge zusammenlebt, weiß, wie viel Herz, Humor und Emotion da mitschwingen. Gleichzeitig ist die Doggenszene nicht immer einfach: starke Meinungen, verschiedene Zuchtphilosophien, Social-Media-Drama inklusive.

Diese Seite soll kein „offizielles Verzeichnis“ sein, sondern ein persönlicher Blick auf Doggenforen, Doggenfreunde und die Frage: Wo findet man Austausch, ohne sich komplett im Chaos zu verlieren?

Doggenforen – Chance und Herausforderung

Online-Foren und Social-Media-Gruppen rund um Deutsche Doggen können Gold wert sein: Man findet Erfahrungsberichte zu Gesundheit, Fütterung, Erziehung, Alltag mit Riese, Mehrhundehaltung, Reisen und vieles mehr. Viele Neueinsteiger fühlen sich dort zum ersten Mal verstanden, wenn sie merken: „Ah, anderen geht es mit ihrer Couch-Kartoffel in XL genau so.“

Wenn du dich heute auf die Suche nach „Doggenforen“ machst, landest du meistens nicht mehr in klassischen Foren, sondern in wilden Facebook‑Gruppen und anderen Social‑Media‑Ecken. Viele Menschen finden dort wertvolle Kontakte und schnellen Austausch – für mich persönlich hat sich diese Welt allerdings nie wirklich stimmig angefühlt. Wie überall im Netz gibt es viel Emotion, laute Meinungen und manchmal einen Ton, der weder mir noch den Hunden guttut. Ob man im „Fratzenbuch“ stöbern möchte oder nicht, muss jede:r selbst entscheiden – ich habe für mich meinen eigenen Weg gefunden und ziehe es vor, Doggenliebe eher in kleineren, ruhigen Kreisen und in meinen Bildern, Texten und Projekten auszuleben.

Gleichzeitig gilt: Doggenforen sind kein Ersatz für Tierarzt, Verhaltenstrainer oder eigenes Nachdenken. Und nicht jeder Rat ist gut, nur weil er laut, häufig oder emotional präsentiert wird. Es ist völlig okay, sich auszuklinken, wenn der Ton rau wird – und sich lieber kleinere, respektvolle Gruppen oder einzelne vertrauenswürdige Kontakte zu suchen.

Doggenfreunde finden – jenseits von Drama

Doggenfreunde müssen nicht immer in großen Foren sitzen. Oft entstehen die besten Kontakte:

  • beim Spaziergang, wenn man sich zum „Doggen-Stammtisch auf der Wiese“ verabredet
  • über Züchter, Trainer oder Tierärzte, die andere Halter kennen
  • über regionale Vereine, Ortsgruppen oder gemeinsame Veranstaltungen

Wichtiger als die Plattform ist der Umgangston: Ein ehrlicher Austausch auf Augenhöhe, in dem man Fehler zugeben darf, Fragen stellen kann und niemand belächelt wird, weil er „noch nicht alles weiß“. Doggen sind schon groß genug – das Ego der Menschen muss es nicht auch noch sein.

DDC 1888 e.V. – offizieller Rahmen statt wilder Gerüchteküche

Wenn es um Zucht, Standard und offizielle Informationen zur Rasse geht, ist der Deutsche Doggen Club 1888 e.V. (DDC) der zentrale, anerkannte Ansprechpartner in Deutschland. Dort findest du:

  • den betreuten Rassestandard und Hintergrundinfos zur Deutschen Dogge
  • organisierte Zucht unter klaren Regeln und Kontrollen
  • Landes- und Ortsgruppen, in denen sich Doggenfreunde real treffen können

Fair, standardführend und mit vielen Ortsgruppen „in deiner Nähe“ – so stellt sich der DDC selbst vor. Wer sich intensiver mit Doggenzucht, Ausstellungen oder Vereinsleben befassen möchte, findet dort einen strukturierten Rahmen und Ansprechpartner, anstatt sich nur durch anonyme Online-Diskussionen zu kämpfen. Natürlich hat aus dieser Verein nicht nur Freunde und sicher, auch seine Fehler. Aber aus meiner Perspektive mit meiner Erfahrung, sind die anderen nicht einmal einen Vergleich wert. Nach 25 Jahren dabei, noch nicht.

Ihr habt einen Rassehund!!! Dann haltet den Kontakt zu eurem Züchter unbedingt lebendig: fragt nach, bleibt neugierig, lasst euch zu Gesundheit, Fütterung, Bewegung und Zuchtlinien auf dem Laufenden halten – dafür ist ein guter Züchter da. Wenn ihr (noch) keine Dogge habt oder bewusst anders gehen wollt, wählt einen passenden Hund aus dem Tierschutz oder einen gut beratenen Mischling; auch das ist ein sehr verantwortungsvoller Weg. Es gibt da kein „aber“ – wichtig ist nicht, ob Papiere im Ordner liegen, sondern ob ihr bereit seid, für diesen Hund wirklich Verantwortung zu übernehmen, hinzuschauen, zu lernen und ihm ein gutes Leben zu bieten.

(Offizielle Website: „Deutscher Doggen Club 1888 e.V.“)

Wie ich persönlich Doggenfreunde sehe

Für mich sind Doggenfreunde Menschen, die:

  • den Hund als Individuum sehen, nicht als Statussymbol
  • bereit sind, zu lernen – über Gesundheit, Wesen, Grenzen
  • andere Halter unterstützen, statt zu verurteilen

Ob du nun eher leise mitliest, gerne diskutierst oder lieber im echten Leben am Zaun quatschst: Such dir die Kontakte, bei denen du und deine Dogge euch gut aufgehoben fühlt. Und wenn dir das große Foren-Bühnenlicht zu viel ist – kleine, stabile Freundschaften sind oft mehr wert als hundert laute Kommentatoren.

Auf doggenhaus.com geht es genau um diese Mischung aus Liebe zur Rasse, persönlichem Blick und einer Prise Humor. Wenn du magst, hinterlass deinen Pfotenabdruck und erzähl, wie du die Doggenszene erlebst.

Für mehr als zehn Jahre habe ich mich sehr intensiv im Tierschutz rund um Deutsche Doggen engagiert – mit allem, was dazu gehört: Freude, Sorgen, Grenzerfahrungen und auch Erschöpfung. Heute liegen meine Ziele im Leben an anderen Stellen, und ich gehe diesen Teil nicht mehr aktiv weiter. Das heißt nicht, dass ich Doggen weniger liebe, sie nicht mehr um mich haben möchte oder sie nicht mehr zeichnen kann – im Gegenteil, sie bleiben ein wichtiger Teil meiner Geschichte und meiner Arbeit. Es bedeutet nur, dass ich auf den Tierschutz meinen ganz eigenen, persönlichen Blick habe und gut für mich entschieden habe, diesen Bereich ruhiger werden zu lassen. Umso mehr freue ich mich, wenn sich ehemalige Weggefährt:innen melden, wir in Kontakt bleiben oder sich Wege noch einmal kreuzen – ganz ohne Verpflichtung, aber mit echter Verbundenheit.