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Doggenfreunde

– was für mich dazu gehört

Doggenfreunde – das sind für mich Menschen, die diese riesigen, sensiblen Hunde wirklich sehen: mit all ihrer Verletzlichkeit, ihrem Humor, ihrer Würde und ihrer manchmal ziemlich schrägen Art, durchs Leben zu stolpern. Nicht „Fans einer Rasse“, sondern Begleiter eines Lebewesens, das viel mehr ist als ein schönes Foto im Internet.

Der Begriff „Doggenfreunde“ hat eine lange Geschichte. Es gab einmal ein Forum, das genau so hieß – mit viel Herzblut, vielen Meinungen und noch mehr Emotionen. Dieses Forum gibt es nicht mehr. Rätseln wir warum nicht. Weil sich die Wege, Ansichten und Menschen irgendwann so stark voneinander entfernt haben, dass kein gemeinsamer Raum mehr übrig blieb? Das ist schade, aber auch ehrlich: Doggenszene bedeutet eben nicht automatisch Harmonie, sondern oft auch Reibung.

Von Foren, Facebook und dem, was übrig bleibt

Doggenforen hatten, die ersten jedenfalls, immer das gleiche Problem. Entweder Züchter gegen den Rest der Welt oder der Rest der Welt gegen… wen auch immer. Moderation ist gar nicht einfach, wenn so viele verschiedene Interessen aufeinander treffen und manche Hunde vermehren als Nebenerwerb, sich dann aber daran stören dass man dazu Fragen stellt. Oder unter Tierschutz auch nur Handel verstehen. Und wenn man das auch nicht mag, dann ist man doch gleich verrückt oder spinnert genug nicht mitsprechen zu dürfen.

Wenn man heute nach Doggenforen sucht, hat sich das alles komplett verändert. Ich achte nicht darauf, aber, sie sind alle weg, die lauten, die leisen, die guten, die gemeinen. Ohnehin ist die Szene die mir vor fast 30 Jahren über den Weg gelaufen ist etwas anders geworden. Die großen Züchter sind nicht weg, es lässt sich noch Geld verdienen mit Zucht und Vermehrung. Aber die Tratschwelt hat im „Social Media“ Zeitalter einfach neue Kanäle gefunden. Und, schon einmal darüber nachgedacht ob man social überhaupt im Deutschen mit sozial übersetzen sollte? Ich schon! Ausgerechnet am Beispiel der Doggen Tierschutz Szene gelernt. Nein, ich glaube es ist die völlig falsche Übersetzung. Im englischen Wortgebraucht meint es eher gesellig als sozial. Erklärt auch schneller warum es dann OK ist dass fast alle Gruppen und Foren an der geselligen Schwätzerei hängen geblieben sind oder untergegangen sind. Und wie so oft, die hälfte aller Ehen wird geschieden, das sorgt in der Regel überall für einen Bruch.

25* Jahre Tierschutz – und ein neuer Blick

Über mehr als zehn Jahre habe ich mich 24 Stunden am Tag sehr intensiv im Tierschutz rund um Deutsche Doggen engagiert – mit all den Höhen und Tiefen, die man sich vorstellen kann: gerettete Hunde, schöne Happy Ends, aber auch harte Entscheidungen, Sorge, Konflikte und Erschöpfung. Und eben, echte und falsche Doggenfreunde. Die Jahre davor zähle ich nicht mehr, die Jahre danach, nach dem harten Bruch, anders. Ich bin nicht ganz weg, aber mit dieser Intensität wird auch dieser Bereich nicht mehr Raum finden können im Alltag.

Heute liegen meine Ziele im Leben an anderen Stellen, und ich gehe diesen Teil nicht mehr sehr aktiv weiter. Das bedeutet nicht, dass ich Doggen weniger liebe, sie nicht mehr um mich haben möchte oder sie nicht mehr zeichnen könnte – im Gegenteil, sie bleiben ein wichtiger Teil meiner Geschichte und meiner Arbeit. Es heißt nur, dass ich auf den Tierschutz meinen eigenen, sehr persönlichen Blick habe und beschlossen habe, diesen Bereich ruhiger werden zu lassen. Umso mehr freue ich mich, wenn sich ehemalige Weggefährt:innen melden, wir in Kontakt bleiben oder sich Wege noch einmal kreuzen – ohne Verpflichtung, aber mit echter Verbundenheit. Und alle die noch meine Idee kennen, dass ich am liebsten eines Tages ein ganzes Dorf gründen würde, in dem Menschen und Tiere und eben Doggen im Notfall immer ein Dach über dem Kopf finden, ist nicht beerdigt. Im Gegenteil, ich bin hundert tausend Quadratmeter weiter gekommen. Aber jenseits davon fertig zu sein.

Zucht, Tierschutz und Verantwortung

Wenn ihr euch als wirkliche Doggenfreund:innen versteht, gehört für mich mehr dazu als „die Rasse zu mögen“. Es heißt, genau hinzuschauen, woher ein Hund kommt – und welche Wege man bewusst wählt.

Wer eine Dogge aus der Zucht möchte, sollte den offiziellen, legalen und geprüften Weg gehen: anerkannte Züchter, transparente Gesundheitsuntersuchungen, nachvollziehbare Abstammung und der Mut, für Qualität und Verantwortung auch den höheren Preis zu akzeptieren. „Günstige“ Doggen aus dubiosen Quellen zahlen am Ende fast immer die Hunde – mit Gesundheit und Lebensqualität.

Genauso selbstverständlich sollte sein: Bevor der nächste Welpe gesucht wird, lohnt sich immer ein Blick ins Tierheim, zu seriösen Tierschutzorganisationen oder in die Vermittlung von Doggen in Not. Dort sitzen Hunde, die nichts falsch gemacht haben und trotzdem ein neues Zuhause brauchen. Echte Freundschaft zu einer Rasse zeigt sich nicht nur im perfekten Stammbaum, sondern auch darin, ob man bereit ist, genau hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und einem vorhandenen Hund eine zweite Chance zu geben.

Doggenfreunde im Doggenhaus

Doggenhaus.com ist im Vergleich dazu ein bewusst kleiner, persönlicher Ort: kein Forum, keine laute Community‑Plattform, sondern ein Atelier für Doggen – in Form von Zeichnungen, Papeterie, Drucksachen und kleinen Projekten.

Wenn du deine Doggenliebe sichtbar machen willst, findest du hier und in meinen verlinkten Shops Tassen, Karten, Shirts, Kalender, kleine Papierwaren und Illustrationen – mal leise, mal schräg, gern minimalistisch und immer mit viel Herz für diese Riesen. Die Idee dahinter: Dinge zu gestalten, an denen sich Doggenfreund:innen im Alltag freuen können, ohne dass es gleich wieder um Streit, Szene oder Status geht.

Doggenfreunde ist für mich eine Bezeichnung, nicht eine Domain, nicht ein hohler Begriff – und eine Möglichkeit, sie in Zukunft ruhig, sinnvoll und respektvoll weiterzuverwenden: nicht als Schauplatz der nächsten Diskussion, sondern als Dach für Projekte, Bilder und Gedanken, die zeigen, was an echter Doggenfreundschaft schön und tragfähig ist.

leise vernetzt bleiben

Bei doggenhaus.com geht es weniger um die große, laute Community, sondern um Menschen, die Doggen (und ein paar andere Hunde) wirklich mögen und das im Alltag ein bisschen sichtbar machen wollen. Hier findest du Zeichnungen, Papeterie, Drucksachen und Produkte, die aus dieser Liebe zur Rasse entstanden sind – ohne Szenelärm, aber mit viel Herz.

Wenn du ein bisschen mit durchs Schlüsselloch schauen möchtest, findest du Doggenhaus auf Facebook (vor allem über die Seite) und auf Instagram unter „Doggenhaus“. Dort teile ich hin und wieder Einblicke in neue Motive, Projekte und Produkte – ohne Anspruch auf Dauerdauerbespaßung, aber als kleiner Treffpunkt für diejenigen, die sich im Doggenhaus zu Hause fühlen. Denn echte Doggenfreunde müssen nicht laut sein; manchmal reicht es, wenn man sich an den gleichen Bildern freut.

Freunde, die niemand braucht:

Falsche Freunde brauche ich nicht – niemand braucht die. Wenn dir meine Bilder gefallen, freut mich das sehr, aber hör bitte auf, sie zu kopieren, zu drucken oder 1:1 in Ton, Stickerei oder sonstwie nachzubauen, als wären sie selbstverständlich frei verfügbar. Gründe gibt es viele, an den Rechten ändert das nichts: Meine Lebenszeit und meine Arbeit sind genauso viel wert wie deine. Wenn du etwas nutzen möchtest, frag – alles andere ist kein Doggenfreundschafts‑Moment, sondern einfach Diebstahl.

Früher, in der aktiven Tierschutz‑Zeit, hatten manche offenbar sogar ihren Spaß daran, „dem blöden Tierschutz eins auszuwischen“. Das ist euch auch nicht gelungen: Mit dem Tierschutz habe ich nicht aufgehört, aber ich habe es reduziert. Mit dem Zeichnen, Malen und Gestalten aber wird das nicht passieren – das ist älter als jeder Hund in meinem Leben. Ich habe meinen ersten Hund im Kindergartenalter gehabt, aber ich zeichne, seit ich denken kann. Damit aufzuhören steht nicht zur Debatte; wer echte Doggenfreundschaft teilt, respektiert auch genau das.

* Das mit den SOSDoggen war ab 2000 „mein“ Leben, nach der Trennung im Frühjahr 2011 immer weniger, weniger, weniger. Bis zu 0 Hund im Haus, Stand 2026. Bleibt so, meine Pläne sind jetzt andere.