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Doggen-Treffen nur für Einsteiger

Warum du zuerst in die Hundeschule gehst – und wie du danach erfolgreich Doggen-Menschen triffst

Wenn du als Anfänger in die Welt der Deutschen Doggen einsteigst, ist meine dringende Empfehlung: geh ohne Hund vorab in die Hundeschule oder zumindest zu einem Hundetheorie-Kurs, also bevor du überhaupt eine Deutsche Dogge erwirbst. Richtig gelesen, du denkst daran eine Dogge zu wollen? Geh schon mal in die Hundeschule! Kommentarlos vorher. Das scheint auf den ersten Blick übertrieben, ist aber genau das Richtige wenn du später sicher, kompetent und selbstbewusst mit anderen Großhund Besserwisser ins Gespräch kommst.

Warum du als Anfänger zuerst in die Hundeschule solltest?

Was spricht dagegen, einfach direkt zu Doggen-Treffen zu gehen?

Deutsche Doggen sind keine Anfängerhunde. Von Charakter und Größe her gehört die Deutsche Dogge ausschließlich in die Hand erfahrener Hundehalter, die sich voll auf den Hund einlassen können. Ohne Vorbereitung riskierst du, diesen Hund nicht richtig zu führen, nicht zu verstehen oder in unangenehmen Situationen hilflos zu sein. Es ist keine Kunst, jedoch gehört zu den Fähigkeiten die du als Mensch mitbringen musst, wirklich Zuverlässigkeit und auch, keine Phobien vor Menschen zu haben. Du kannst deine Angst vor Menschen nicht mit einem großen Hund therapieren, du kannst nur deine Ängste auf dieses Wesen übertragen.

Eine normale, ausgewachsene Deutsche Dogge kann leicht 45–90 kg wiegen und über 80 cm groß werden. Wenn du als Anfänger nicht weißt, wie du einen Hund dieser Größe sicher führst, kann das schnell gefährlich werden. Für alle, für dich, für den Hund und für andere die euch über den Weg müssen.

Fehlendes Verständnis für Rassebesonderheiten sind nicht das Problem alleine. Du wirst an Physik und Kraft und der Dummheit dieser Hunde scheitern. Doggen brauchen frühzeitige Förderung, konsequente Erziehung und Ausbildung. Ohne dieses Wissen wirkst du bei Treffen schnell undiszipliniert und setzt dich selbst unter Druck. Und ja, da steht Dummheit. Doggen sind sensibel, lieb bei guter Haltung, aber selten Intelligenzbestien.

Wenn du als unerfahrener Halter mit einer Dogge zu einem Treffen kommst, ohne Grundkompetenzen zu haben, wirst du von erfahrenen Doggen-Menschen eher gemieden statt aufgenommen. Völlig begründet, niemand will sich und seine Sachen in Gefahr bringen.

Was spricht dafür, erst in die Hundeschule zu gehen?

  • Sicheres Fundament für die Beziehung zu deiner Dogge: In der Hundeschule lernst du Grundlagen wie Leinenführigkeit, Ruhe, Abruf, Körpersprache und Stresssignale. Es ist wie beim Auto. Und das begründet. Die Zugkraft dieser vier Pfoten lässt sich mit der eines kleinen Flitzers 1 zu 1 vergleichen. Rechne nach, lass das mal prüfen, bedenke dass dieser perfekte Körper mit seinen vier Pfoten dir haushoch überlegen ist. Ein Hund hat auch kein Smartphone in der Pfote, er ist völlig auf das konzentriert was ihn da interessiert. Du bist als Mensch chancenlos im körperlich etwas entgegen zu halten ohne Fachwissen, wie das möglich sein könnte.
  • Selbstbewusstsein beim Treffen mit anderen Doggen-Menschen: Wenn du weißt, was du tust, gehst du selbstbewusster zu Treffen. Du kannst fundierte Fragen stellen, statt nur zu staunen.
  • Achtung, manches Treffen willst du vielleicht auch sofort wieder verlassen. Mach das wenn du einen Hauch von Zweifel hast. Es gibt auch in der Drogenszene Menschen die ihre Hunde diabolisch stilisieren, sie zum Hüter altdeutscher Traditionen sehen die sie nie waren und sonstiges konfuses Zeugs von sich geben. Ich würde dem nicht freiwillig beiwohnen.
  • Respekt innerhalb der Doggen-Community: Erfahrene Doggenhalter achten darauf, dass andere ihre Hunde verantwortungsvoll halten.Wenn du sagst: Ich war vorher in der Hundeschule, signalisierst du: Ich nehme das ernst. Aber, manche werden dich meiden, dich etwas schräg anschauen. Keine Panik, diese Sorte Mensch willst du gar nicht kennen.

Wie der Anfänger konkret anfängt, sich mit anderen Doggen-Menschen zu treffen

Schritt 1: Informationen über den Deutschen Doggen Club 1888 e.V. sammeln

Der Deutsche Doggen Club 1888 e.V. ist der älteste Rassehundezuchtverein für Deutsche Doggen in Deutschland und bietet Ortsgruppen fast überall in deiner Nähe an. Gehe auf die Website des DDC und schaue nach Ortsgruppen in deiner Region. Lies dir die Informationen zu Züchtern, Ausstellungen und Treffen durch. Melde dich per E-Mail oder Telefon bei der Ortsgruppe und frag nach, ob man auch ohne Hund vorbeikommen darf.

Schritt 2: Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen

Ohne Hund an der Leine! Der DDC organisiert regelmäßig Ausstellungen, bei denen Züchter, Besitzer und Freunde der Deutschen Dogge zusammenkommen. Auch ohne eigenen Hund darfst du oft als Gast zu solchen Veranstaltungen. Du siehst dort viele Doggen in verschiedenen Farben und Größen. Du kannst mit Haltern sprechen, Fragen zur Haltung, Zucht und Erziehung stellen. Das ist ein sehr natürlicher und unverbindlicher Einstieg.

Schritt 3: Informelle Doggentreffen und gemeinsame Spaziergänge nutzen

Es gibt private Doggentreffen, bei denen sich Halter zum gemeinsamen Spazieren und Spielen treffen. Solche Treffen sind oft offen für neue Leute, die reinabschnuppern wollen. Du kannst anbieten, mitzugehen, auch ohne eigenen Hund. Das ist eine sehr entspannte Art, Doggen und ihre Menschen kennenzulernen. Praktisch jeder Anfänger organisiert früher oder spätere seine persönliche… Runde oder Treffen! Wenn der Doggenvirus erst einmal da ist, wirst du 100%ig ein Treffen organisieren wollen.

Schritt 4: In die Facebook-Gruppe des DDC schriftlich einsteigen (Falls du diese Antiquität noch nutzt)

Die offizielle Facebook-Gruppe des Deutschen Doggen Clubs 1888 e.V. dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch. Dort kannst du dich als Anfänger vorstellen. Du kannst nach Treffen in deiner Nähe fragen. Du kannst konkrete Fragen zur Rasse, zur Anschaffung oder zur Erziehung stellen. Viele erfahrene Halter antworten gerne und laden dich zu Treffen ein.

Schritt 5: Züchter kontaktieren

Wenn du ernsthaft an einer Dogge interessiert bist, kontaktiere seriöse Züchter über den DDC. Züchter verkaufen nicht nur einen Hund, sondern bieten Unterstützung und Erklärung rund um den Hund. Sie laden dich oft zu Welpentreffen oder Junghundepartys ein, wo du andere Doggen-Halter triffst. Das ist ein sehr natürlicher Weg, in die Community reinzuwachsen.

Warnung vorab: Kleinanzeigen und solche Anzeigen Portale sind wahrlich nicht der richtige Ort um seriöse Züchter zu treffen. Macht euch bitte nichts vor, der Preis bestimmt die Qualität aber das alleine, sagt nichts aus über die Güte der Menschen, die hier Gott spielen. Züchten heisst einfach Wesen in die Welt setzen, für die auch die Züchtenden ein Leben lang Verantwortung tragen. Wer das ablehnt, dich albern anschaut wenn du das von ihnen erwartet, gerade erst einmal seinen ersten Wurf „verticken“ möchte = ist alles andere als das was du suchst. Portale sind in entlegenen Orten der Platz, überhaupt andere zu finden. Auswahl aber tut Not, denke mit, überlege sachlich wie echt oder richtig das ist, was man da präsentiert.

Wenn du noch keine Dogge hast, kannst du gut zu jedem Treffen gehen. Sobald du einen Hund hast, musst du ganz klar mitdenken, wohin gehst du, wo besteht eine Gefahr für deinen Hund und was könnte dich überfordern. Hunde brauchen soziale Kontakte, aber hei, die gibt es auch in sicher. Du bist der Mensch, du musst sinnvoll entscheiden, wohin ihr gehen werden. Vielleicht ist das Thema Treffen nicht gerade am Anfang super, aber nach und nach, unumgänglich.

Wenn du diesen Weg gehst, wirst du schnell merken: Doggen-Menschen sind sehr offen, hilfsbereit und unterstützend – solange du Zeichen von Verantwortung und ernsthaftem Interesse zeigst.

Und genau das ist es, was eine Dogge verdient: Halter, die sich vorbereiten, lernen und respektvoll mit der Hunderasse umgehen. Du machst es aus, nicht der Hund. Doggentreffen sind mit einer eigenen Dogge leider nichts für den Anfang eurer gemeinsamen Zeit.