Auf den Spuren eines königlichen Jagdhundes
Neue Serie über Geschichte, Bilder und Geschichten rund um die Dänische Dogge, ein Auftakt zu einer historischen Spurensuche.
Die Dänische Dogge kennen viele heute als sanften Riesen, doch die Wurzeln dieser Hunde reichen weit zurück in die Welt der großen Jagdhunde an nordischen und deutschen Höfen. In dieser neuen Beitragsserie auf Doggenhaus.com möchte ich Stück für Stück erkunden, wie aus historischen „dänischen Hunden“ und anderen Schlägen jene Doggen‑Typen wurden, die wir aus Gemälden, Jagdberichten und alten Schriftquellen kennen. Die moderne, nach FCI‑Standard gezüchtete Dogge streifen wir zunächst nur am Rand – ihr widme ich eigene Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt.
Warum eine Serie über „Dänische Doggen“?
Auf Doggenhaus.com möchte ich mir in Ruhe die Zeit nehmen, die Geschichte hinter dem Begriff „Dänische Dogge“ zu beleuchten – und zwar früher, als es moderne Zuchtverbände oder Rassestandards gab. Mich interessiert, welche Hunde in historischen Quellen als „dänische Hunde“, „Grand Danois“ oder ähnlich beschrieben werden und welche Aufgaben sie in Jagd und Alltag hatten.
Du wirst hier also weniger eine Übersicht über den aktuellen FCI‑Standard finden und mehr eine Reise in die Vergangenheit: zu Fresken, Königshöfen, Jagdlandschaften und alten Texten. Gerade weil viele dieser Quellen nicht auf Deutsch vorliegen, möchte ich sie nach und nach zugänglich machen und einordnen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Unfehlbarkeit.
Worum es in der Serie gehen wird
Die Serie versteht sich als laufendes Projekt: Ich lese, sammele und sortiere Material und mache daraus nach und nach Blog‑Beiträge. Themen, die dich in den kommenden Wochen und Monaten erwarten:
- frühe Darstellungen großer Jagdhunde auf Kirchenmalereien und Wandbildern in Dänemark und Umgebung
- die Rolle der „dänischen Hunde“ in der höfischen Jagd, insbesondere in der Parforce‑Jagd nordischer und englischer Könige
- Zuchtgedanken und Bezeichnungen wie „dänischer Hund“, „Blendinge“ oder „Grand Danois“ in älteren Texten
- der Weg dieser Hunde an andere europäische Höfe, zum Beispiel nach England
- literarische Spuren – etwa Begriffe wie „Danish dogges“ in der englischen Sprache und Literatur
Die moderne Dogge, wie wir sie heute kennen, wird natürlich auch vorkommen, später und eher als Abschluss der historischen Linie. Ich möchte zuerst verstehen (und mit dir teilen), was vor der Zeit der heutigen Zuchtverbände passiert ist.
Meine Rolle: lesender und sammelnder Doggen‑Fan
Ich schreibe hier nicht als Historiker oder Kynologe mit Forschungstitel, sondern als jemand, der sich intensiv mit Doggen beschäftigt und bereit ist, sich durch ältere Quellen zu arbeiten. Viele der Texte, auf die ich mich beziehe, sind dänisch oder englisch, und einige liegen in älteren Schreibweisen vor, die nicht immer ganz einfach zu lesen sind.
Ich werde daher
- Originalquellen so gut wie möglich nennen und verlinken
- Übersetzungen und Zusammenfassungen immer als solche kennzeichnen
- offen lassen, wo es unterschiedliche Deutungen gibt
So kann – wer möchte – selbst in die eine oder andere Quelle hineinlesen und dir ein eigenes Bild machen.
Wichtige Ausgangspunkte und Quellen:
Ein zentraler Ausgangspunkt für diese Serie ist unter anderem das Material auf der Seite „Asernes Æt“ von Verasir, wo die Geschichte des „dänischen Hundes“ ausführlich behandelt wird. Dort gibt es neben dänischen Kapiteln auch eine englische Zusammenfassung („The Great Dane – Summary in English“), auf die ich mich häufiger stützen werde. Es gibt einen Teil sogar auf deutsch übersetzt, es ist aber sinnvoll den ganzen Beitrag – auch digital übersetzt – zu lesen. Sehr ausführlich.
Daneben werde ich weitere Quellen berücksichtigen, zum Beispiel:
- Informationen zu historischen dänischen und deutschen Hunderassen und zu Bezeichnungen wie „Grand Danois“
- Beiträge zur Geschichte der Parforce‑Jagd in Dänemark und der Jagdlandschaften in Nordseeland
- Rassenporträts und historische Abrisse zur Dänischen/Deutschen Dogge, die zumindest einen groben Überblick über die spätere Entwicklung geben
Die genauen Links und Literaturhinweise findest du jeweils direkt in den Einzelbeiträgen, damit alles nachvollziehbar bleibt. Hoffentlich übersehe ich keinen, und wenn, bitte mit Nachsicht, das ist keine wissenschaftliche Arbeit, das ist einfach das was ich machen, wenn mich ein Thema interessiert zu dem ich immer wieder etwas zeichne.
Wie es weitergeht
Im nächsten Beitrag der Reihe möchte ich mit den frühen Bildquellen anfangen: großen Hunden, die auf Kirchenmalereien und anderen Darstellungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit zu sehen sind. Von dort aus arbeiten wir uns Schritt für Schritt in Richtung Hofjagd, Königshöfe und die Entstehung verschiedener Doggen‑Typen vor.
Wenn du eigene Hinweise, Fragen oder Literaturtipps zum Thema „Dänische Dogge“ hast, freue ich mich sehr über Kommentare unter diesem Beitrag oder per Nachricht – das hilft dabei, die Serie lebendig zu halten und unterschiedliche Blickwinkel einzubeziehen.
Quellen & weiterführende Links
- Asernes Æt – Historische Texte zum „dänischen Hund“ (Verasir)
(Startseite der Reihe, dänisch/englisch), wurde auch auf deutsch übersetzt vom Verfassern. - „The Great Dane – Summary in English“ – Zusammenfassung der historischen Entwicklung
(Englische Übersicht zur Geschichte der Dänischen Dogge) - Einführung in die Parforce‑Jagdlandschaft in Nordseeland
(Hintergrund zur königlichen Jagd und Landschaft) - Die Parforce‑Jagd in Dänemark
(Allgemeine Infos zur Jagdform Parforce) - Grand Danois – Hintergrundgeschichte (dänisch)
(Kurzartikel zur Herkunft der Grand Danois / Dänischen Dogge)
