Halloween steht vor der Tür. Überall sieht man Kürbisfratzen, flackernde Laternen und Geschichten über unheimliche Gestalten, die im Mondschein ihr Unwesen treiben. Skelette, die aus Gräbern steigen, um arglose Spaziergänger das Fürchten zu lehren.
Wir im Doggenhaus können darüber eigentlich nur schmunzeln.
Denn wer auch immer ernsthaft Angst vor klappernden Knochenmännern hat … hat ganz offensichtlich noch nie mit einer Deutschen Dogge zusammengelebt.
Die Kniekehle des Todes
eder, wirklich jeder Doggenbesitzer kennt diesen Moment.
Man steht völlig friedlich im Garten, freut sich des Lebens und genießt die Stille. Plötzlich kündigt ein rhythmisches Donnergrollen im Erdreich das Unheil an. Man dreht sich gar nicht erst um, denn man weiß: Flucht ist zwecklos.
Hundi-Schatzi-Mausi hat die legendären „fünf Minuten“.
Mit 75 Kilo purer, ungebremster Masse, wehenden Riesenlefzen und glückselig rollenden Augen nimmt das Ungetüm Kurs auf dich. Bremsen? Gibt es nicht. Ausweichen? Bei einem Wendekreis von einem 40-Tonner reine Utopie.
Und dann schlägt das Schicksal zu: Entweder zertrümmert dir dein sanfter Riese im Vorbeidonnern von hinten mit traumwandlerischer Sicherheit beide Kniekehlen – oder er planiert dich direkt frontal. Man liegt auf dem Rücken, sortiert die eigenen Gliedmaßen und bekommt zur Belohnung einmal feucht durchs Gesicht gewischt.
Wir lieben sie abgöttisch. Aber wer eine Dogge hat, weiß ganz genau, was man auf dieser Welt wirklich fürchten sollte.
Aus Skelett mach Geist: Eine biologische Kettenreaktion
Aus genau diesem Phänomen heraus ist unser neues Motiv entstanden: Danger! Danes!!!
Die Ausgangslage: Ein finsteres Skelett schleicht sich an. Es lauert im Schatten, hebt drohend die knöchernen Arme, bereit für den großen Schockmoment. Es will Tod und Schrecken verbreiten.
Doch es hat die Rechnung ohne den Hofhund gemacht.
Denn aus Sicht einer Deutschen Dogge ist so ein wandelndes Knochengerüst kein Schreckgespenst – sondern ein lebendig gewordenes All-you-can-eat-Buffet aus puren Kauknochen! Mit strahlenden Augen und einem Satz voller Vorfreude galoppiert die Dogge los.
Was passiert, wenn 75 Kilo fröhlicher Riese auf trockenes Knochenmaterial treffen?
Es macht KRACH.
Die Knochen zersplittern wie morsches Porzellan, Wirbel und Rippen fliegen in alle Himmelsrichtungen – und die Wucht des Aufpralls ist so brachial, dass dem Skelett auf der Stelle der eigene Geist entweicht! Wo eben noch ein furchterregendes Knochenwesen stand, steigen nur noch staubige Knochensplitter auf – und der frisch gebackene Geist schreit im Schock gen Nachthimmel, während die Dogge selig durch die Trümmer pflügt.
Ein Skelett wird bei so viel Lebensfreude nicht einfach umgeworfen. Es wird in einer Nanosekunde vaporisiert.

Das Bild
Genau diese Sekunde des totalen Einschlags habe ich versucht in dieser Vintage-Comic-Illustration festzuhalten: Die reine Begeisterung im Gesicht der Dogge, der explodierende Knochenkasten – und der Geist, der entsetzt feststellt, dass sein Körper gerade zu Hundespielzeug zermahlen wurde.
Das Motiv gibt es ab sofort im Doggenhaus Zazzle Shop: als Druck für die Wand oder als Shirt für den nächsten Gassigang (oben im Bogen natürlich wie gewohnt über den Designer personalisierbar mit dem Namen eures eigenen Knie-Zertrümmerers).
Passt auf eure Knochen auf – und happy Halloween aus dem Doggenhaus!
P.S.: Ich bin eigentlich gar kein Halloween-Mensch – ich bin evangelisch, am 31. Oktober feiern wir den Reformationstag und tags darauf ist Allerheiligen, wenn auch katholisch. Statt verstaubter Geisterspuk-Traditionen konzentriere ich mich da lieber auf das, was wirklich zählt: die weltliche Urgewalt einer anstürmenden Dogge. Denn gegen diesen Glauben an unbremsbare Lebensfreude kommt kein Spuk der Welt an.
Reform was? Am 31. Oktober feiern Protestanten nicht das Erschrecken durch Monster, sondern dass Martin Luther der damaligen Kirche die Angstmacherei ausgetrieben hat: Glaube statt Furcht vor bösen Geistern – und Doggen statt Hokuspokus. Aber das war im Jahr 1517, als Martin Luther mit seinen 95 Thesen gegen Missstände wie den Ablasshandel protestierte und damit die Spaltung und Erneuerung der Kirche ins Rollen brachte. Könnte fast zu 2026 passen, wenn es denn … Doggen, achten wir auf Doggen!
