Wilhelm Trübner, um 1880, Ölfarbe auf Leinwand, H 48,5 cm B 61,0 cm
Wilhelm Trübner und seine Dogge Cäsar – ein gemalter Joke
Wilhelm Trübner (1851–1917) war ein deutscher Maler des Realismus und frühen Impressionismus, der dem sogenannten Leibl‑Kreis nahestand und später an der Karlsruher Kunstakademie lehrte. Neben Landschaften und Porträts schuf er auch Motive, in denen Humor und Alltag eine überraschend große Rolle spielen – dazu gehört das Bild „Cäsar am Rubikon“. kunsthalle-karlsruhe
Auf den ersten Blick zeigt das Gemälde einen Hundekopf über einer Tischkante: Trübners eigene Dogge Cäsar, die mit unbeweglicher Konzentration auf eine Schüssel voller Würste starrt. Der Titel „Cäsar am Rubikon“ spielt dabei doppelt – einmal auf den Namen des Hundes, einmal auf den historischen Julius Cäsar an, der mit dem Überschreiten des Rubikon sprichwörtlich den entscheidenden Schritt ohne Rückkehr tat. Auch Cäsar, der Hund, steht an einer Grenze: zwischen gehorsamer Beherrschung und der Versuchung, doch einfach zuzupacken. Extra Quellen dazu: petrahartl
Exkurs: Im wunderbaren Blog von Frau Hartl lohnt es sich zu schmökern. Hundkunst http://www.petrahartl.at/hundundkunst/
Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe widmet diesem Bild eine eigene Seite mit Abbildung und Hintergrundinformationen. Besonders empfehlenswert ist die Podcast‑Folge „Ein gemalter Joke: Cäsar am Rubikon von Wilhelm Trübner“, in der Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger das Bild als „gemalten Witz“ erklärt und zeigt, wie Trübner Humor, Kunstgeschichte und Hundeliebe zusammenbringt. Für alle, die Doggen und Kunst mögen, ist dieses Gemälde ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Hund zum eigentlichen Star eines scheinbar „großen“ historischen Titels werden kann. kunstsnack.podigee
