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Doggenzucht

Am Anfang war das Ei? Nein, das Huhn? Nein, der Hund?

Und ist das bei Deutschen Doggen, ach nein, erst Saupacker, doch nicht, es waren Bärenhunde, der Wolf oder einfach ein Hund? Verwirrung lässt sich an der Geschichte der Deutsche Dogge schnell stifften. Nichts desto trotz sprechen wir über eine Hunderasse, die nicht zufällig entstanden ist. Sie wird gezüchtet, bereits seit 1888 nach einer festgeschriebenen Regel.

Diese Regel, wie bei anderen Rassen auch Zuchtbuch genannt, wird verwaltet, gepflegt und manchmal geändert vom Deutschen Doggen Club, der passend zum Gründungsdatum DDC 1888 e.V. genannt wird und online hier zu finden ist:

http://www.ddc1888.de/

Wer sich die Mühe macht und die Seiten dieses Vereins öffnet, wird erst einmal suchen müssen um die Rassebeschreibung der Dogge zu finden. Sie wird unter dem Menüpunkt Zucht geführt. Darin beschrieben ist das, was eine Deutsche Dogge sein soll. Erst wer weiter sucht und ein wenig länger Zeit hat, findet über die Satzung und die anderen Unterpunkte heraus, dass Doggen nach diesen Richtlinien gezüchtet werden müssen.

Wie soll man die Zucht als solches eigentlich bezeichnen?

Produktion von Hunden oder langfristig angelegter Versuch an lebenden Wesen? Möglichkeit, in recht kurzes Zeit Geld zu verdienen? Möglichkeit ungefragt Tiere zu vermehren? Was ist eigentlich eine Hundezucht heute?
Kein anderes Lebewesen wird vom Menschen in so vielen Größen gezüchtet wie der Hund. Hunde werden gegessen, geliebt oder gehasst. Wie auch immer die ersten domestizierten Hunde ausgesehen haben, inzwischen dominieren Menschen mit ihren Vorstellungen alles was ein Hund sein soll. Doggen wurden als Arbeitshunde eingeführt und haben sich über 100 Jahre zum Sofakuscheltier entwickelt. Die Zucht hat sich Moden und Veränderungen unseres Alltages angepasst.
Wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat. Längst versuchen Gesetze auch das Leben von Hunden zu schützen. So musste die Zucht auch dort Anpassen, wo aus tierschutzrechtlicher Sicht ein Misstand bestand. Hundezucht scheint ein Experiment am lebenden Tier zu sein.

Zuchtregeln

Deutsche Doggen werden zum Beispiel bis 1987 an den Ohren kupiert. Angeblich um weniger anfällig zu sein wurde das natürlich schlappe Ohr abgeschnitten und schmerzhaft wie umständlich verbunden, bis es wieder ein stehendes Ohr ergab. Diese Ohren waren und sind für Hunde, die es noch betrifft aber meist empfindlicher als die Schlappohren. In den USA wird leider immer noch kupiert.
Es ist fast erstaunlich dass sehr viele Menschen sogar heute noch behaupten, die großen Schlappohren würden Nachteile für eine Dogge bedeuten, weil die Ohren nicht gut belüftet werden würden. Legen wir diese seltsame Erklärung zur Schublade der idiotischen Aussagen, die eigentlich niemand kennen sollte!

Die Ohren sind nicht alles, was sich mit der Zeit ändern musste. Taube Hunde will niemand mit Absicht züchten. Hoffentlich! Jedenfalls haben sich die großen Vereine entschieden, Verbote für bestimmte Farbverpaarungen einzufügen, um Taubheit bei Doggen zu verhindern. Unglücklicherweise ergab sich damit ein neues Problem, dem bis heute nicht wirklich etwas entgegen gesetzt werden kann. Durch die Definition von erwünschten und unerwünschten Farben wird der Preis eines Hundes beeinflusst. Welpen, die dem Standard nicht entsprechende Farben auf ihrem Fell trugen sind auf einmal ein Abfallprodukt. Völlig gesunde Hundekinder wurden und werden getötet weil sie einen vermeintlichen Minderertrag einbringen können. Schwarz weiß gefleckte Deutsche Doggen haben nicht zufällig verteilte Flecken zu haben. Grautiger Doggen entsprechen dem Standard nicht. Weiße Doggen, die gar taub sein können, will ja niemand in seiner Zucht gehabt haben.
Züchter missverstehen hier aber schnell ihre Funktion. Selektion bedeutet ganz sicher nicht Welpen zu entsorgen. Viel mehr müsste jede Verbindung so gewählt werden, dass es diese Welpen nicht gibt. Und wenn sie doch fallen, eben diese Verbindung nicht mehr gewählt wird. Welpen entsorgen und weiter machen wie vorher, wird nichts ändern. Züchter ellimieren immer noch gerne Welpen, die sie nicht möchten, weil ein großer Wurf zum Schutz der Mutterhündin gewissen Schonzeiten mit sich bringt. Die Zuchtvereine regeln alle unterschiedlich, wie lange eine Hündin nicht wieder belegt werden darf, wenn sie Welpen hatte. Aber die Züchter verstehen hier nicht die Schonzeit, da wird eher der Begriff Sperrfrist verwendet. Bereits an der Sprache ist ablesbar dass nicht jede(r) Züchter(in) einverstanden ist mit dieser Regelung. Eine Hündin die 12 Welpen aufzieht, sagt man, braucht eben längere, um sich davon zu erholen. Eine die nur sechs Welpen hatte, eben weniger lang. Klingt sehr logisch, ist dennoch umstritten. Vermentlich viele Menschen argumentieren wie so oft mit der Natur der Dinge. Nun, in der unnatürlichen Welt in der unsere Deutschen Doggen heute leben, sollte jedem klar denken Menschen doch aufallen, wie sehr eine Hündin unter vielen Welpen leiden kann. Gerade wenn die Züchter ihren Hund allein lassen. Hat eine Hündin also zwölf Welpen, von denen fünf wunderschön gefleckt sind, aber sechs weiß, ist es vermutlich undenkbar, diese Welpen in Deutschland so zu sehen. Außer bei vermeintlich dubiösen Vermehrern die auf seltsamen Verkaufsplattformen Welpen anbieten.

Dass muss sich die VDH doch sagen lassen, es ist sehr auffallend was für Welpen Geschwisterhunde von VDH Hunden zeigen können, wenn sie nicht im VDH Verein Welpen bekommen. Deutlicher ausgedrückt, Fehlwürfe von privaten Personen oder jenen Menschen, die schlicht zwei Hunde verpaaren, zeigen erstaunlich oft seltsame Farben bei den Welpen. Selbst wenn sie Verpaarungen haben, die ähnlich im Verein stattfinden können. Zum Beispiel Geschwisterhunde. Bruder X deckt im Verein Hündin B, sein Bruder XA deckt die Schwesterhündin BA. So mancher Wurf ohne Ahnentafel ist da erstaundlich bunt im Vergleich zu vergleichbaren Vereinswelpen.

Die Sache mit dem Grautiger wird schon sehr lange auch sehr kontrovers diskutiert. Nun ja, Doggen werden eben nach Äußerlichkeiten gezüchtet. Wenn im DDC 5000 Mitglieder auch im Jahr 2013 sagen, Grautiger sind eine Farbe, die sie nicht als Zuchthund wollen, sind Grautiger auch heute noch kein Grautiger. Wenn im Doggenclub eben auch heute noch sehr viele Menschen nicht gewillt sind, ihren Verein zu erneuern, muss das so sein. Daran ist weder etwas falsch, noch etwas richtig. Es ist nur konsequent dem niedergeschriebenen Standard zu folgen! Der Verein sagt nicht, dass Grautiger Welpen günstiger zu verkaufen sind. Der Verein sagt auch nicht, dass diese Welpen nicht leben dürfen. Im Gegenteil, sie finden ja Nennung und Verwendung. Sie sind lediglichlich derzeit in Deutschland von der Zucht ausgeschlossen. Doch die Zucht folgt schon immer Moden, wie vorher bereits erwähnt. So lässt sich ahnnehmen dass es auch hier Änderungen geben wird. Auch weil diese Änderungen für die Verkäufer der Welpen gewinnversprechend sind, wird es diese geben. Warum sollte ein gesunder Grautiger Welpen günstiger verkauft werden? Daran hat kein Verkäufer ein Interesse, es wird sicherlich eine Menge „Züchter” geben, die dieses Problem ändern wollen.

Nicht nur bei der Zucht mit gefleckten Doggen gibt es Streit. Blaue Doggen haben ganz andere Besonderheiten. Das Qualzuchtgutachten in den 1990-er Jahren definierte die Angst vor Farbmutantenalopezie bei der blauen Dogge ganz neu. Hier profitierte das Doggen Zuchtbuch von seiner Geschichte, denn mit dem Nachweis von über 100 Jahren Zuchtbuch ohne einen Fall von Alopezie werden auch heute noch blaue Doggen gezüchtet. Man darf sagen, mehr denn je.
Blaue Doggen sind vielleicht auch die am ehesten aus der Geschichte bekannten Doggen. Bismarck hatte bereits 1913 seine blaue Dogge Thyras.

Der Leser hier sollte es schon gemerkt haben, ein paar Haare sind das Salz in der Suppe der Doggenzucht, aber das Wissen über dieser Haare, lässt sich nicht mal eben am Küchentisch aneignen.
Bei der Zucht bestimmt man über Leben. Unwissenheit hat Folgen für die hier produzierten Wesen. So ist es nur förderlich wenn Zuchtvereine entstehen und ihre Mitglieder weiterbilden, unterstützen und informieren.

Die Trendprobleme des Jahres 2013 sind Knochenkrebs, DCM, Magendrehung und weiterhin Grautiger sowie offene Augen(lieder) Na ja, das ist eher kein Thema mehr, die Augen werden fast unwichtig. Jedes Thema für sich anders heiss oder weniger heiss diskutiert. An der Magendrehung sterben immer noch sehr, sehr viele Doggen. Leider auch viele, die eigentlich Herzprobleme haben, was die DCM Diskussion ein weig anheizt, doch auch nicht so, wie sie es könnte. Knochenkrebs und Krebs an sich ist ein Zeitgeistthema, welches nicht nur Hunde betrifft. Und das leidige Problem mit den falschen Flecken, ja, das ist so alt wie die Doggenzucht. Die Vorwürfe die sich die Gegenseiten machen sind auch nicht neu. Der Doggenneuling hat es also auch heute nicht leicht, sich da für die ein oder andere Seite zu entscheiden. Ein paar Tips, wenn Sie auf der Suche nach einem Züchter sind. Fragen Sie, was die / der Züchter(in) unter Selektion verstehen. Vergleichen Sie auch, welche Untersuchungen die / der Züchter(in) über seine Hunde ergehen lässt. Ausstellungen sind nicht ganz unwichtig, aber doch vergleischweise nichtssagend über die Gesundheit eines Hundes. Ist der Züchter selbst Tierarzt lassen Sie Sich bitte nicht täuschen, dies allein verspricht noch lange keine Güte! Der halbwegs interessierte Züchter macht nicht nur, was sein Verein fordert.

Zuchtvereine sind an und für sich sinnvoll. Sie haben Aufgaben. Wenn sie diesen Gerecht werden, vermeiden sie viel Leid für viele Hunde. Nur haben auch die Vereine ihre Probleme. Überhaupt sind diese „e.V.” Wesen sehr eigenartige Wesen!

Züchter haben sich organisiert und Verbände gegründet, um gemeinsame Interessen mit vereinten Kräften vertreten zu können. Aus einem Zuchtverband kann jemand ausgeschlossen werden, weil rein menschliche Gründe im Wege stehen. Schon ergeben sich Probleme. Immer wenn es um Geld geht, unterstellt der ein oder andere einem Verband nur Marketingzwecke. Erneut sind Probleme an der Tagesordnung. Es ist eben wie es ist, auch ein Verein ist nur so gut wie sein schwächstes Mitglied.

Woher eine Dogge kaufen?

Warum sollte sich eine normale, nette Familie eine Dogge bei einem in einem Verband organisierten Vereinszüchter kaufen? Sie will nicht damit züchten, sie will doch nur einen Hund zum lieb haben. Schon beginnt das nächst große Problem mit der Zucht.
Wir haben es aus der Geschichte gelernt, Verbände kontrollieren schon einmal zu viel. Manche Menschen glauben durch den Ankauf eines Hundes ohne „Papiere“ würden sie nichts falsch machen, eher etwas richtig. Sehr viele Fragen, die gerade den Neuling der einfach nur einen Hund haben möchte, sicherlich leicht überfordern können. Drum lasst euch alle sagen, es hilft sehr, sich wirklich VORHER zu informieren. Der Besuch einer Hundeschule vor der Anschaffung eines Hundes ist sinnvoller als der Besuch der gleichen Hundeschule mit Welpe. SIe haben mehr Zeit sich auf den Inhalt zu konzentieren, wenn sie kein Welpe ablenkt!

Nein, nicht jeder Mensch der frei von einem Verband Hundewelpen produziert ist böse. Es lässt sich nur gar nicht mehr sagen, was das, was er da tut, eigentlich ist. Es gibt sicherlich Menschen mit Fachkenntnis die schon aus wohntechnischen Gründen nicht in einem Verein sein können. Es gibt eben auch Personen, die von Deutschen Doggen mehr verstehen als ein ganzer Verein. Natürlich können sie züchten und vermehren. Allerdings fehlt hier fast immer jeder Nachweis. Vertrauen ist zwar besser als jede Kontrolle. aber, Vertrauen lässt sich nicht gut archivieren. Der vereinslose Züchter kreiert viel mehr eine neue Art Hund. Denn fast alle Verbände verbieten ihren Mitgliedern zum Beispiel Deckackte mit solchen Ahnentafel losen Hunden. Ein ausreichend großer Genpool ergibt sich nicht aus zwei Hunden. Dieser Mensch muss anderen vertrauen, die hoffentlich gleich ehrlich sind. Bei den Strukturen der Doggenzucht heute, gibt es durchaus Menschen, die Doggen ohne Verein vermehren. Nur, ob das besser ist, muss jeden für sich entscheiden. In erster Linie sollte ein Verein ein Mindestmaß an Kontrolle darstellen. In Zweiter Linie an Organisation, auch um den Austausch zu ermöglichen. Ohne Verein ist das nicht mehr die Deutsche Dogge, die eigentlich mit diesem Namen verbunden ist. Große Hund nach Art einer Dogge, kann es also in vorzüglicher Qualität auch ohne jeden Ahnentafel geben.

Deutsche Doggen sind und bleiben Hunde, die nach dem FCI Standard Nr. 235 gezüchtet werden. Und dass heisst dann automatisch, Züchter von Doggen Welpen ist, wer sich diesem Standard verpflichtet und entsprechend kontrollieren lässt. Somit in Deutschland als Züchter Mitglied im VDH ist.

Wer Deutsche Doggen Welpen sucht, muss leider trotzdem aufmerksam suchen. Sogar im VDH gibt es zwei Doggen Vereine. Die KyDD und den DDC. Die KyDD startete eins um alles, was der DDC nicht gut genug macht, besser zu machen. Doch heute ist davon, meines Erachtens nach, nicht mehr viel zu sehen. In diesem Verein hat sich schon alsbald nicht mehr viel verändert. Im Gegenteil, die ein oder andere seltsame Aufnahme von Vermehrern, die bereits zuvor aus anderen Vereinen entlassen wurden, erlaubt die Frage, welchen Zweck der Verein verfolgt. Sicher gibt es auch hier Menschen die nicht viel dafür können, dass sie zuerst den Kontakt zu diesem Verein hatten und deswegen hier Mitglied sind. Für sich aber sollte jeder Welpenkäufer drei mal nachdenken, warum er hier einen Welpen haben möchte.

Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Vereine die wie auch immer Hundezucht für sich als Schwerpunkt gefunden haben. Es gibt nicht nur einen Verband, nicht nur einen Verein. Leider ist die Zucht nicht verboten, also ist es auch nicht verboten bunte Blätter zu dekorieren die Ahnentafel genannt werden, selbst wenn darin nur „Ahne unbekannt“ vermerkt wird.  Es gibt aber eben nur diesen einen praktisch offiziellen Standard für Deutsche Doggen. Der regelt diesen Namen, der sagt, was heute eine Deutsche Dogge ist. Deswegen, kann nur das Doggenzüchter sein, was sich danach prüfen lässt.

Warum wollen Sie einen Doggenwelpen? Wer sagt Ihnen, dass der Welpe der richtige Hund ist? Der Welpe kann nur so gut wie seine Herkunft sein. Billig ist ebenso wenig gut, wie teuer auch nicht gleich Qualität bedeutet. Erlauben Sie doch einmal auch einem etwas älteren Hund in ihr Leben zu treten. Nicht selten gibt es im Tierschutz wunderbare Hunde, die überhaupt nichts dafür können, dass sie dort gelandet sind, wo sie sind. Denn eigentlich verbietet sich jede Zucht, so lange Rassehunde in Tierheimen vegetieren müssen. Verantwortung bis an dass Lebensende sollte ein Züchter übernehmen können. Oder aber nicht züchten.

Schattenseiten der Zucht

Gezüchtet wird nach dem Standard und dem, was der Kunde haben will. Leider! So werden immer mehr blaue Deutsche Doggen gezüchtet. Zeitweise wurden sehr große Doggen gefragt und entsprechend gezüchtet. Nicht alles, was an Untersuchung denkbar wäre, wird wirklich unternommen. Züchter sind auch nur Menschen. Freunde und der alt bekannte Klüngel findet sich leider auch in den Zuchtvereinen.
Um Doggen Welpen zu produzieren, bedarf es zweier angekörter Hunde. Hündin und Rüde leben im Normalfall nicht in einem Haushalt, die Hündin reist meistens zum Rüden. Immerhin interessant, die Herren lassen sich also bedienen.
Diese Ankörung / Zuchtzulassung erfolgt in Abhängigkeit des Alters. Eine kleine Wesenprüfung wird im DDC seit ein paar Jahren vorgenommen. Diese ist aber so lächerlich, dass es doch erstaunt, wenn Hunde diese nicht bestehen. Es kommt ohnehin darauf an, wer denn als Prüfer(in) am ausgesuchten Tag anwesend ist. Die Prüfer stehen im Vorfeld fest. Anders ausgedrückt, gute Freunde zu haben, ist auch im Doggenverein wichtig.
Die Ahnentafel ist ein Problem der Dogge von heute. Sie zeigt lediglich die Namen der Ahnen, nicht deren Krankheiten, nicht deren Alter, nichts, was wichtig sein könnte für einen Menschen, der eben nur eine Dogge will. Das ist nicht das Verschulden der Vereine allein. Kaum ein Mensch informiert den Verein über seinen Hund. Wir können zwar Daten fordern, vermutlich möchten sogar die Vereine viel mehr Daten haben, doch ohne die Mitarbeit ihrer Mitglieder gibt es diese leider gar nicht. Datenschutz und Hund, das scheint besser zu funktionieren als Datenschutz und Mensch. Transparenz ist nicht unbedingt eine Stärke der Doggenzüchter von heute. Auch das ist eher ein Zeitgeistproblem. Neid und Missgunst sind allgegenwärtig. Der Nachbar wird das Bellen der Doggenzucht anders verstehen, wenn er aktiv mit rechnen kann, dass da nicht putzige Welpen liegen sondern 80000 Euro unversteuert (schlicht gerechnet, wenn ein Züchter auch mal 65 Welpen im Jahr hat, sind es über 80000 Euro Einnahmen). Es ist wieder einmal wie es ist, wir sind alle jeder für sich verantworlich für die Situation, in der wir leben.

Wie viele aktive, eingetragene Doggenzüchter es gibt, lässt sich nicht transparend auf einmal heraus finden. Meine Anfrage beim VDH hat noch keine Antwort erbracht. Auf der VDH Homepage werden nicht alle angezeigt, wieder so eine Daten Frage, es muss ja erst jede(r) zustimmen. Mit Masse wirbt auch niemand gerne, daher sind solche Zahlen doch eher unwichtig.
Vergleiche lassen sich darstellen. Wurfstatistik und Verkaufsplattformen lassen sich protokollieren. Und schon ist sichtbar dass gleich viele Doggen mit und ohne Ahnentafel im Umlauf sind. [Interessierte Menschen finden von anderen Menschen sehr interessante Zahlen dazu. Ebenfalls spannend: http://www.danesworld.de – Aber Achtung, fragen Sie Sich bitte immer, warum jemand Statistiken erstellt und was er / sie / es damit erreichen möchte!!!]
Im Tierschutz zeigten sich in meiner aktiven Zeit ähnliche Vergleiche, wobei es eher mehr Ahnentafel Hunde waren. Es lässt sich vermuten dass manch netter Mensch in Not ein gutes Zuhause für seinen einst teuer erworbenen Hund sucht, den er nur abgibt, weil es ihm nicht gleich gut gerecht werden kann. Doch das ist sicher von Organisation zu Organisation anders. Im Tierheim kommen auch die Hunde an, die einfach ausgesetzt werden. Bei der Dogge in Not Organisation eben eher die Doggen, die nette Halter hatten, die einfach nicht mehr anders können.

Was sehen Sie nach diesem freien Text für Probleme in der Doggenzucht? In erster Linie zu viel Unwissenheit, in zweiter Linie zu viele Zwischenmenschliche Kleinkriege. Offenbar ziehen alle an einem anderen Strang. Bleibt eher die Frage, warum nicht jeder seine eigene Doggen Art propagiert.

Doggenhaus sagt, wer Doggen liebt, der züchtet nicht. Zumindest so, wie heute die Zucht ist, nicht. Haben Züchter einen Nachteil oder einen Vorteil von lange lebenden Doggen ? Nun, Ihre Gedanken sind frei… hoffentlich! (Artikel vom 29. Januar 2012)